Fahrtkosten-Rechner: Spritkosten für deine Strecke berechnen

Spritkosten und Fahrtkosten für Benziner, Diesel und Elektroauto berechnen – mit Beispielen, Formel und Spartipps.

Zuletzt aktualisiert: · Quelle der Daten: siehe Datenquellen

Was kostet die Fahrt zur Arbeit, in den Urlaub oder zu den Großeltern wirklich? Mit dem Fahrtkosten-Rechner ermittelst du in wenigen Sekunden, wie viel Kraftstoff deine Strecke braucht und was dich der Sprit kostet – für Benziner, Diesel und Elektroauto. Du trägst nur Strecke, Verbrauch und Preis ein und siehst sofort das Ergebnis. Auf Wunsch teilst du die Kosten durch die Zahl der Mitfahrenden.

Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser. Es werden keine Eingaben gespeichert oder übertragen, du brauchst weder ein Konto noch eine Anmeldung. Unterhalb des Rechners erklären wir die Formel, zeigen Beispielrechnungen für typische Fahrten und geben Tipps, wie du deinen Verbrauch und damit deine Kosten senkst.

Fahrtkosten berechnen

So rechnest du die Spritkosten einer Strecke

Die Formel ist einfach: Strecke in Kilometern mal Verbrauch in Litern je 100 Kilometer, geteilt durch 100, ergibt die benötigte Menge Kraftstoff in Litern. Multiplizierst du diese Menge mit dem Literpreis, erhältst du die Spritkosten. Bei einer Fahrt von 300 Kilometern und einem Verbrauch von 6,5 Litern auf 100 Kilometer sind das knapp 20 Liter. Kostet der Liter 2,05 Euro, zahlst du rund 40 Euro.

Wichtig ist, dass du mit realistischen Werten rechnest. Der Verbrauch im Prospekt entsteht unter Laborbedingungen und liegt im Alltag fast immer niedriger als in der Praxis. Auch der Literpreis ist keine feste Größe: Er schwankt von Tankstelle zu Tankstelle und im Tagesverlauf um mehrere Cent. Für eine belastbare Rechnung nimmst du deshalb deinen tatsächlichen Durchschnittsverbrauch und einen aktuellen Preis aus deiner Umgebung. Diesen findest du in der Umkreissuche auf der Startseite.

Grafik: Strecke mal Verbrauch geteilt durch 100 ergibt die Liter, mal Literpreis ergibt die Spritkosten – Beispiel 300 Kilometer, 6,5 Liter, 2,05 Euro ergibt etwa 40 Euro
Der Rechenweg an einem Beispiel: 300 Kilometer bei 6,5 l/100 km und 2,05 € je Liter.

Den eigenen Verbrauch richtig ermitteln

Am zuverlässigsten bestimmst du deinen Verbrauch mit der Volltank-Methode. Tanke bis zum Abschalten der Zapfpistole voll und notiere den Kilometerstand. Fahre wie gewohnt, tanke beim nächsten Mal wieder voll und notiere die getankte Menge sowie den neuen Kilometerstand. Teile die getankten Liter durch die gefahrenen Kilometer und multipliziere mit 100 – das ist dein Verbrauch auf 100 Kilometer.

Messe mehrere Tankfüllungen und bilde den Mittelwert, denn einzelne Werte werden von Strecke, Wetter und Fahrstil verfälscht. Der Bordcomputer ist praktisch, zeigt aber häufig etwas weniger an, als wirklich durch die Leitung fließt. Wer es genau wissen will, verlässt sich auf die Zapfsäule und den Kilometerzähler.

Beispielrechnungen für typische Fahrten

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Kosten bei verschiedenen Fahrten zusammensetzen. Grundlage ist ein Spritpreis von 2,05 Euro je Liter; bei den Pkw-Fahrten ein Verbrauch von 6,5 Litern auf 100 Kilometer, beim Transporter 12 Liter.

FahrtStreckeVerbrauchKraftstoffKosten
Pendeln in der Stadt (15 km einfach, 220 Arbeitstage)6.600 km6,5 l/100 km429 l879,45 €
Pendeln vom Land (40 km einfach, 220 Arbeitstage)17.600 km6,5 l/100 km1.144 l2.345,20 €
Wochenendausflug (2 × 180 km)360 km6,5 l/100 km23,4 l47,97 €
Urlaub (2 × 1.200 km)2.400 km6,5 l/100 km156 l319,80 €
Umzug mit Transporter (400 km)400 km12 l/100 km48 l98,40 €
Rechenbeispiele bei 2,05 € je Liter. Die tatsächlichen Kosten hängen von Verbrauch und Tagespreis ab.

Die Zahlen machen deutlich, wie stark die Strecke ins Gewicht fällt. Wer täglich 40 Kilometer zur Arbeit fährt, gibt im Jahr mehr als das Siebenfache dessen aus, was ein Wochenendausflug kostet. Schon kleine Verbesserungen beim Verbrauch oder beim Tankzeitpunkt summieren sich bei Vielfahrern zu spürbaren Beträgen.

Illustration eines Autos auf der Straße
Fahrstil, Tempo und Beladung bestimmen, wie viel dein Auto wirklich verbraucht.

Was den Verbrauch beeinflusst

Zwei Fahrten über dieselbe Strecke können sehr unterschiedlich viel kosten. Den größten Einfluss hat das Tempo: Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit, deshalb verbraucht ein Auto bei 150 Kilometern pro Stunde deutlich mehr als bei 110. Stadtverkehr mit häufigem Anfahren und Bremsen treibt den Verbrauch ebenfalls nach oben, ebenso Kurzstrecken, bei denen der Motor kaum warm wird.

  • Fahrstil: Vorausschauendes Fahren, frühes Hochschalten und Ausrollen sparen häufig mehr als jede Preisjagd.
  • Reifendruck: Zu wenig Luft erhöht den Rollwiderstand. Prüfe den Druck regelmäßig, am besten bei kalten Reifen.
  • Beladung: Jedes zusätzliche Gewicht kostet Energie. Dachboxen und Fahrradträger erhöhen zudem den Luftwiderstand.
  • Klimaanlage und Heizung: Elektrische Verbraucher belasten die Lichtmaschine und damit indirekt den Tank.
  • Wetter und Jahreszeit: Im Winter steigt der Verbrauch durch kalte Motoren, Winterreifen und Heizung spürbar.

Mehr Hinweise zum sparsamen Fahren findest du in unseren Spartipps.

Kosten teilen: Fahrgemeinschaft und Mitfahrer

Fährst du nicht allein, lohnt es sich, die Kosten fair aufzuteilen. Im Rechner gibst du die Zahl der Personen im Auto an und erhältst sofort den Anteil pro Kopf. Das ist besonders bei Fahrgemeinschaften zur Arbeit oder bei gemeinsamen Urlaubsfahrten hilfreich. Beachte, dass der Spritpreis nur einen Teil der Gesamtkosten ausmacht: Verschleiß, Versicherung, Steuer und Wertverlust kommen hinzu. Viele Fahrgemeinschaften rechnen deshalb mit einem pauschalen Kilometersatz, der diese Kosten mit abdeckt.

Benzin, Diesel oder Strom: Was ist günstiger?

Der Rechner kann auch die Stromkosten eines Elektroautos berechnen. Dafür stellst du die Antriebsart um und trägst Verbrauch in Kilowattstunden je 100 Kilometer sowie den Preis pro Kilowattstunde ein. Ein Beispiel: Ein Elektroauto mit 18 Kilowattstunden auf 100 Kilometer verbraucht bei einem Strompreis von 0,40 Euro je Kilowattstunde 7,20 Euro auf 100 Kilometer. Ein Benziner mit 6,5 Litern und einem Preis von 2,05 Euro kommt auf 13,33 Euro. Beim Laden zu Hause fällt der Vorteil meist noch deutlicher aus, an Schnellladesäulen unterwegs ist Strom oft deutlich teurer.

Die Rechnung zeigt: Ob sich der Antrieb lohnt, hängt stark davon ab, wo und wie du lädst. Alle öffentlichen Ladestandorte findest du in unserer Ladesäulen-Suche, aktuelle Spritpreise für deine Stadt auf den Städteseiten.

So senkst du deine Spritkosten

  • Tanke zur günstigen Tageszeit. Das Tankzeit-Barometer zeigt, in welcher Stunde der Preis im Schnitt am niedrigsten ist.
  • Vergleiche die Tankstellen in deiner Nähe, bevor du losfährst. Schon wenige Kilometer machen oft mehrere Cent je Liter aus.
  • Prüfe mit dem Umweg-Rechner, ob sich der Weg zur günstigeren Tankstelle lohnt.
  • Wähle die passende Sorte: Super E10 ist meist günstiger als Benzin E5, sofern dein Auto es verträgt.
  • Vermeide Autobahntankstellen, wo es geht. Dort sind die Preise im Schnitt deutlich höher.
  • Fahre vorausschauend und kontrolliere regelmäßig den Reifendruck.

Wie groß die Preisunterschiede zwischen den Städten sind, siehst du in unserer Spritpreis-Statistik.

Häufige Fragen zum Fahrtkosten-Rechner

Wie berechne ich die Spritkosten einer Fahrt?

Strecke in Kilometern mal Verbrauch in Litern je 100 Kilometer, geteilt durch 100, ergibt die Liter. Mal den Literpreis genommen sind das die Spritkosten. Der Rechner erledigt diese Rechnung für dich und zeigt auf Wunsch auch den Anteil pro Person.

Welchen Verbrauch soll ich eintragen?

Am besten deinen tatsächlichen Durchschnittsverbrauch, den du mit der Volltank-Methode ermittelst. Herstellerangaben liegen im Alltag meist niedriger als die Praxis.

Kann ich auch die Kosten für ein Elektroauto berechnen?

Ja. Wähle im Rechner die Antriebsart Elektro und trage den Verbrauch in Kilowattstunden je 100 Kilometer und den Preis je Kilowattstunde ein.

Welchen Spritpreis soll ich ansetzen?

Nimm einen aktuellen Preis aus deiner Umgebung. Den findest du in der Umkreissuche oder auf den Seiten der Städte. Für Fahrten in andere Regionen reicht ein grober Durchschnittswert.

Sind im Ergebnis alle Fahrzeugkosten enthalten?

Nein. Der Rechner zeigt nur die Kraftstoff- bzw. Stromkosten. Verschleiß, Versicherung, Steuer, Wartung und Wertverlust kommen hinzu.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die Berechnung läuft ausschließlich in deinem Browser. Es werden keine Daten an uns übertragen.